Angebote zu "Nationalsozialistischen" (9 Treffer)

Soziologie der nationalsozialistischen Konzentr...
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Soziologie der nationalsozialistischen Konzentrationslager:Eine Analyse der Gesellschaftsstrukturen von männlichen Insassen in nationalsozialistischen Konzentrationslagern anhand der Augenzeugenberichte von Primo Levi und Paul Martin Neurath Akademische Schriftenreihe Bd. V441186 Katharina Kleinrahm

Anbieter: Hugendubel.de
Stand: 04.09.2019
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Ich war dabei
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Gudrun Pausewangs Erzählungen über den Nationalsozialismus: ´´Ein beeindruckendes Zeitzeugnis.´´ Süddeutsche Zeitung Zeitzeugin Gudrun Pausewang schildert in 20 kurzen, oft sehr persönlichen Geschichten Begebenheiten, die sich während der NS-Zeit abspielten. Mal verarbeitet sie eigene Erinnerungen, mal Augenzeugenberichte Dritter zu kurzen Erzählungen. In jeder einzelnen steckt das ganze Entsetzen und der ganze Schmerz über die Verbrechen der Nationalsozialisten. Geschichte, die jungen Lesern durch Literatur ganz unmittelbar zugänglich gemacht werden kann und muss - gegen das Vergessen.

Anbieter: buecher.de
Stand: 02.10.2019
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Buch - Ich war dabei
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Gudrun Pausewangs Erzählungen über den Nationalsozialismus:´´Ein beeindruckendes Zeitzeugnis.´´ Süddeutsche ZeitungZeitzeugin Gudrun Pausewang schildert in 20 kurzen, oft sehr persönlichen Geschichten Begebenheiten, die sich während der NS-Zeit abspielten. Mal verarbeitet sie eigene Erinnerungen, mal Augenzeugenberichte Dritter zu kurzen Erzählungen. In jeder einzelnen steckt das ganze Entsetzen und der ganze Schmerz über die Verbrechen der Nationalsozialisten. Geschichte, die jungen Lesern durch Literatur ganz unmittelbar zugänglich gemacht werden kann und muss - gegen das Vergessen.Gudrun Pausewang wurde 1928 als das älteste von sechs Kindern in Wichstadtl (Ostböhmen) geboren. Ihr Vater kam 1943 in Russland um und ihre Mutter musste nach Kriegsende allein mit den sechs Kindern in den Westen fliehen.Gudrun Pausewang arbeitete als Lehrerin an verschiedenen Schulen in Deutschland und Mittel- und Südamerika. So lehrte sie in Chile, Venezuela und Kolumbien. 1972, zwei Jahre nach der Geburt ihres Sohnes, kehrte sie endgültig nach Deutschland zurück. Hier unterrichtete sie bis 1989 an einer hessischen Grundschule. Im Ruhestand beendete sie ihr Germanistikstudium und promovierte 1998 an der Goethe-Universität Frankfurt/Main.Gudrun Pausewang ist seit 1958 schriftstellerisch tätig. Sie hat - neben Romanen für Erwachsene - zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht. Sie engagiert sich in ihren Büchern für den Frieden, die Umwelt und soziale Gerechtigkeit. Ein wichtiges Thema ist auch die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Dritten Reich.Für ihr literarisches Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet. 1999 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz und 2009 bekam sie den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Volkach für ihr Lebenswerk.

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Stand: 08.10.2019
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Die Leben des Buchenwaldhäftlings Alfred Bunzol...
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236 Seiten mit 44 Fotos und Abbildungen - Festeinband. Alfred Bunzol war bald 10 Jahre Häftling in nationalsozialistischen Konzentragionslagern - vom 8. August 1935 bis zum 11. April 1945 - ein eindringlicher Augenzeugenbericht. Über das Buch: --- Nach dem Tod seiner Mutter lässt Alfred Michael Andreas Bunzol die Vergangenheit seiner Familie lebendig werden. Das Leben des Vaters von 1907 bis 1951, mit all seinen Leidenswegen. Wege die der Vater Alfred Bunzol ging, bis er zum Gegner des menschenverachtenden nationalsozialistischen Systems in Deutschlands schwersten Stunden wurde. Wir erleben sein gequältes, gehetztes Leben, umrahmt von einer Überdosis Geschichte, einem Überschuss an Emotionen, die das menschliche Fassungsvermögen oft übersteigen. Auch konnte und durfte er seine im April 1945 wiedererlangte Freiheit nie richtig ausleben, obwohl er es sich so gewünscht und erhofft hatte. Sein neuer Lebensweg sich letztendlich immer mehr in ein Trümmerfeld seiner politischen Ideen und Ideale hineinbewegte, welches auch durch sein neu gefundenes privates Glück in der Familie nicht ausgeglichen werden konnte. Sein Sohn beschreibt in diesem ergreifenden Buch, einfühlsam, bewegend, emotional und mutig, wie die unverarbeitete Vergangenheit die Familie, wie durch ein Schleier vernebelt, belastete und beeinflusste. Aus dem Vorwort: Vielleicht musste es erst heute werden, damit ich zu merken begann, dass eine späte Einsicht in mir herangereift war. So wie bei einem typischen Spätstarter. Nun aber teile ich euch die Geheimnisse dieser Einsichten mit, die meinem Verstand bisher verschlossen blieben, weil die Zeit dafür in ihm noch nicht gereift war. Wie auch der Pflanzenkeim auf dem Felde seine Zeit braucht, um sich zu entwickeln. Man muss ihn säen, das Feld gießen, Unkraut jäten, und nur dann wird er im Laufe der Zeit in seiner vollen Pracht richtig reif. Irgendwer mir zu sagen versucht, du kannst deiner Vergangenheit nicht davon laufen, geschweige sie ignorieren. Auch kannst du sie nicht ändern, nur daraus lernen. Irgendwann wird man eben von ihr eingeholt. Dafür offenbart sie sich mir jetzt wie eine informative Zeitreise durch das vergangene Jahrhundert unserer Familie. Es zeigt, wie die Geschichte eines ganzen Jahrhunderts, des 20. Jahrhunderts, an unserer Familienentwicklung mitschrieb, sie beeinflusste und prägte. Bis in unsere Gegenwart mitbestimmt. Übrigens schreibt man das Jahr 2006, als ich mit meiner Familiengeschichte begann. 2006, das war das Jahr an dem der Dokumentarfilm ´´Eine unbequeme Wahrheit´´ auf dem Sundance Film Festival, von der Weltöffentlichkeit anfangs kaum beachtet, seine Premiere hatte. Sollten sich die darin aufgestellten Prognosen und Behauptungen bestätigen, tragen wir alle eine sehr hohe Verantwortung, wie keine bisherige Generation vor uns, gegenüber den nachfolgenden. Irgendwann ist die Zukunft unsere Gegenwart, wollen wir Veränderungen so müssen sie jetzt geschehen. Wir kommen um eine Veränderung unseres bisherigen achtlosen Umgangs mit der Natur nicht mehr herum, sonst berauben wir uns unsere eigene Lebensbasis. Machen wir so weiter, ist es durchaus möglich, die Erde auf Dauer für uns unbewohnbar zu machen, wenn wir nicht rechtzeitig genügend Überblick gewinnen, um das zu verhindern. Wir könnten unsere gewohnte Welt verlieren und die Welt könnte uns verlieren. Unsere vom Überfluss geprägte westliche Welt ist erbärmlich arm geworden. Gilt heutzutage der Konsumhunger nicht als Ausdruck individueller Selbstverwirklichung für uns alle? Ist er nicht zu einer tödlichen Sucht geworden? Haben wir uns nicht ein System geschaffen, das in seiner einzig logischen Konsequenz, die Umwelt zerstören, soziale Ungleichheit verschärfen, Kriege provozieren und das menschliche Leben in Formen pressen muss? Entscheidenden Problemen wie Krieg, Klimawandel, Armut und Perspektivlosigkeit begegnen wir alle mit staunender Unfähigkeit. Während der Großteil der Weltbevölkerung in Armut lebt und durch transnationale Konzerne ausgebeutet wird, kaufen wir alle wesentlich mehr, als wir tatsächlich benötigen, als für uns ausreichend wäre. Wir müssen anfangen zu lernen über den Tellerrand zu blicken. Der Leser möge mir verzeihen, schon in Vorwort mit solchen Themen bombardiert zu werden. Ich bin ganz gewiss kein Pessimist, aber man muss die Menschen wachrütteln, nur so kann sich überhaupt noch etwas ändern. Vielleicht gelingt es mir, mit unserer Familiengeschichte. Man sich unmittelbar nach dem Lesen der letzten Zeilen mit der

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Eine Nacht im November 1938
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Die Geschichte der Reichspogromnacht wurde bereits wenige Wochen nach dem 9. November 1938 von dem Journalisten Konrad Heiden akribisch aufgezeichnet. Heiden hatte den Aufstieg des Nationalsozialismus seit seinen Anfängen in München beobachtet und in mehreren Büchern beschrieben. In Paris erreichten den Exilanten die ersten Augenzeugenberichte von den Ereignissen in Deutschland. Er erkannte sofort die Bedeutung der Eskalation der Gewalt und verfasste den zeitgenössischen Bericht ´´Eine Nacht im November 1938´´, der 1939 in England unter dem Titel ´´The New Inquisition´´ erschien.Sein Text, der nun nach 75 Jahren erstmals auf Deutsch publiziert wird, ist einer der frühesten Versuche einer einordnenden Gesamtdarstellung des ´´Zivilisationsbruchs´´ Reichspogromnacht. Scharfsinnig beschreibt Heiden mit bisweilen bissiger Ironie die Rassenideologie der Nationalsozialisten. Mit Hilfe zahlreicher Berichte von jüdischen Augenzeugen und gestützt auf Zeitungsartikel der NS-Propaganda und der freien Welt schildert er die Vorgeschichte und die mörderischen Ereignisse jener Nacht, die schon für die Zeitgenossen einen entscheidenden Wendepunkt in der Verfolgung der Juden darstellten.

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Stand: 02.10.2019
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Konzentrationslager auf Schienen
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Eine wenig beachtete Facette des nationalsozialistischen Lagerkosmos: Häftlingsalltag im mobilen Konzentrationslager. ´´Lumpen, keine Kleidung, fast nichts zu fressen, entsetzlich schlechte Behandlung, Kälte und schwere Arbeit, dazu kamen noch fortdauernd Bomben, denn unser Standplatz war der Güterbahnhof in Osnabrück.´´ Mit diesen drastischen Worten umschrieb ein ehemaliger Häftling die Lebensverhältnisse in der 5. SS-Eisenbahnbaubrigade. Das Einsatzgebiet dieses ´´Konzentrationslagers auf Schienen´´ mit 500 KZ-Häftlingen war von Oktober 1944 bis April 1945 das Streckennetz um die Eisenbahnknotenpunkte Osnabrück und Rheine. Die Baubrigade musste die durch alliierte Luftangriffe entstandenen Schäden an den Bahnlinien beseitigen, um den militärischen Nachschub zu sichern. Auf der Grundlage bisher kaum beachteter Quellen, darunter das Einsatztagebuch der Brigade und zahlreiche Augenzeugenberichte, werden die Organisation der 5. SS-Eisenbahnbaubrigade, die Arbeitseinsätze und die Lebenssituation der KZ-Häftlinge beschrieben. Ebenso rekonstruiert der Autor die Biografien einzelner Häftlinge und bietet weitere Einblicke in den Alltag der Brigade aus der Sicht der Betroffenen.

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Stand: 02.10.2019
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Die Holocaustleugnung im Internet
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Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Jura - Strafrecht, Note: 16 Punkte - sehr gut, Universität Bayreuth, Veranstaltung: Seminar zum Strafrecht in der Informationsgesellschaft, Sprache: Deutsch, Abstract: Bruno Brodniewitsch verlor am 20. Mai 1940 seinen Namen und bekam stattdessen die Nummer 1. An diesem Tage wurde die erste Häftlingsnummer im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau vergeben. Am 18. Januar 1945 wurde mit Engelbert Marketsch die letzte Nummer in die Haut eines Inhaftierten gebrannt, 202.499. Schon haben wir ein gern angeführtes Argument aus der rechtsradikalen Szene, warum der Holocaust so gar nicht stattgefunden haben soll. Wie kann es sein, dass Geschichtsbücher von 1,1 - 1,5 Millionen Toten in Auschwitz-Birkenau sprechen, sind es doch offensichtlich nur 202.499 gewesen. Derartige verharmlosende, verleugnende und geschichtsverfälschende Literatur wird häufig auch als ´´revisionistisch´´ bezeichnet, weil sie - allerdings tatsachenwidrig - eine ´´neue Sicht´´, eine ´´Revision´´ der Geschichte propagieren möchte. Der zahlenmäßige Unterschied basiert einerseits auf der schlichten Tatsache, dass ab 1945 aufgrund eines bröckelnden Endsiegwillens und der damit verbundenen Angst einer Invasion der Alliierten keine Bücher mehr über das systematische Morden geführt wurden. Andererseits bekamen jene, die auf der Rampe ausselektiert und damit direkt in den Tod geschickt wurden, überhaupt keine Nummer. Doch dank der deutschen Akribie, besonders im Rahmen der Endlösung der Judenfrage, gibt es heute dutzende Belege über die exakte Durchführung des Holocaust. Auch zahllose Augenzeugenberichte bestätigen das eigentlich Unbestreitbare. So verwundert es kaum, dass sich die damalige Massenvernichtung fast lückenlos rekonstruieren lässt, bis eben auf die genaue Opferzahl. Diese wird auf circa sechs Millionen geschätzt. So darf aber auf keinen Fall verkannt werden, dass die eigentliche Opferzahl des Treibens der Nationalsozialisten auf zehn Millionen geschätzt wird. Im Strafgesetzbuch findet sich kein Normenkomplex, der den Umgang mit rechtsextremer Propaganda regelt. Vielmehr verteilen sich die einschlägigen Straftatbestände über das gesamte Strafgesetzbuch. So finden sich zur Ahndung der Holocaustleugnung drei in Betracht kommende Tatbestände. Alle sprechen jedoch nicht ausdrücklich von der Holocaustleugnung oder, wie häufig in der Literatur zu finden, von einer Auschwitzlüge. Namentlich werden im Folgenden die Volksverhetzung nach § 130 III StGB, sowie die Beleidigung nach § 185 StGB und das Verunglimpfen des Andenkens Verstorbener gemäß §§ 189, 185 StGB unter besonderer Berücksichtigung des Internets als Tatort näher betrachtet.

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Fatales Erbe
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Der US-Amerikaner Dr. Stephen P. Halbrook hat mit seinem nun endlich in deutscher Sprache veröffent lichten Werk über die restriktive und diskriminierende Waffengesetzgebung im ´´Dritten Reich´´ eine wesentliche Lücke in der historischen Aufarbeitung der NS-Schreckensherrschaft geschlossen. Halbrook zeigt anhand von neu entdeckten Dokumenten aus deutschen und internationalen Archiven, sowie mittels zeitgenössischer Tagebücher, Briefen, Augenzeugenberichten und Zeitungsartikeln, wie die Nazis das aus der Weimarer Republik stammende Waffengesetz verschärften, um damit Juden, Kommunisten und alle anderen sogenannten Staatsfeinde und Volksschädlinge zu entwaffnen, zu entrechten und zu unterdrücken. Die zahllosen Bücher und wissenschaftlichen Abhandlungen über das ´´Dritte Reich´´ und den Holocaust blendeten bisher diesen wichtigen Aspekt der Macht-Konsolidierung des nationalsozialistischen Regimes einfach aus - obwohl die Regulierung und schrittweise Kriminalisierung des privaten Waffenbesitzes der Bevölkerung nach der Machtergreifung zu einem zentralen Vorwand für willkürliche Verhaftungen und Hausdurchsuchungen wurde. Halbrook untermauert seine Beweisführung eindrucksvoll mit erschreckenden Einzelschicksalen von ganz normalen Bürgern, die so zu Staatsfeinden wurden: Juden und Nichtjuden, sogenannte Zigeuner und Sozialdemokraten, Weltkriegsveteranen und Künstler, die wegen einer Sportwaffe, eines alten Offiziersdegens oder einer Jagdbüchse in die Maschinerie einer willfährigen Verwaltung, Justiz und Polizei gerieten. Für viele gab es kein Entkommen aus ´´Schutzhaft´´ und KZ. Dass es sich bei ´´Fatales Erbe - Hitlers Waffengesetze´´ um keine abgeschlossene Thematik aus längst vergangenen Zeiten handelt, wird offensichtlich bei der Betrachtung der Nachkriegsgeschichte des NS-Waffengesetzes, dem sich das Vorwort des deutsch-israelischen Politikwissenschaftlers Dr. David Th. Schiller annimmt: Das ´´Reichswaffengesetz´´ blieb nicht nur bis Anfang der 1970er Jahre gültiges Gesetz in West-Deutschland und in Berlin. Es liefert weiterhin die Zielrichtung, Grundlage, Struktur und Diktion für das Bundeswaffengesetz - und das trotz zahlloser Änderungen, Neufassungen und Reformversuche des Bundeswaffengesetzes, die bis in unsere Tage andauern.

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Stand: 14.10.2019
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Mein Leben mit Daniil Charms
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Vom turbulenten Leben der russischen Bohème. Im St. Petersburg der 1930 er studierte sie Französisch und schnupfte Kokain. Daniil Charms hatte sie erst kurz zuvor kennengelernt: ´´Und plötzlich machte er mir einen Heiratsantrag. Da bin ich über Nacht bei ihm geblieben.´´ Die Erinnerungen von Marina Durnowo, geb. Malitsch, sind der letzte Augenzeugenbericht über die produktivsten Jahre von Daniil Charms. Vor dem Hintergrund des Stalinismus und den Wirren des Krieges spannt sich dieser turbulente Bericht einer tragisch endenden Ehe voller aberwitziger Details. Auf nicht einmal 15 qm lebte das junge Ehepaar, auf einem Flur mit Charms´ asketischem Vater, der wegen seines Anschlags auf den Zaren dereinst beinahe exekutiert worden war. Ein stetiger Strom von Besuchern zog zu jeder Tages- und Nachtzeit durch das kleine Zimmer. Dort ´´vergötterte man Daniil. Weil er alle zum Lachen brachte.´´ Nachts sprang Charms auf, um den Kamin rosa zu malen, oder er überredete Marina zu einer imaginären Rattenjagd. Es wurde gefeiert, getrauert, gehungert, geliebt und gelacht. Oft genug hing der Haussegen schief: Charms war ein großer Frauenheld und hatte unzählige Affären - auch eine mit der Schwester seiner Ehefrau ... Er wurde unvermittelt verhaftet, Freunde paukten ihn raus. Dann kam der Krieg, die Belagerung St. Petersburgs (Leningrad), und er wurde wieder verhaftet. Marina versuchte, ihn zu kontaktieren und zu besuchen - schließlich kam die Nachricht von seinem Tod. Vor Hunger entkräftet und von ihrer Heimat bitter enttäuscht, gehörte Marina Malitsch zu den Letzten, die aus Leningrad evakuiert wurden. Es begann eine Odyssee. Von den Nationalsozialisten wurde sie als Zwangsarbeiterin nach Deutschland deportiert und floh nach Frankreich. In Nizza traf sie zum ersten Mal seit ihrer Kindheit ihre Mutter. Und verliebte sich prompt in ihren Stiefvater. Die Erinnerungen Marina Durnowos spiegeln unsentimental, authentisch und packend die ungeheure Lebenslust und -kunst der russischen Avantgarde in einer Zeit bitterster Armut und schlimmster staatlicher Repressionen - sowie das bewegte Leben einer außergewöhnlichen Frau.

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